Dr. iur.

Peter Rüegger

Straftaten gegen die körperliche, psychische und sexuelle Integrität beschädigen die betroffenen Menschen enorm. Das Ereignis beschäftigt sie oft jahrelang und beeinträchtigt Lebensfreude, Beruf und ihre Beziehung zu Familie und Freunden. Neben einer therapeutischen Behandlung kann das Einreichen einer Strafanzeige ein wichtiger Schritt zur Bewältigung des Erlebten sein. Je besser die Anzeige vorbereitet wird, desto eher führt das anschliessende Strafverfahren zum Erfolg.

Mit meiner 22-jährigen Erfahrung in der Strafverfolgung unterstütze ich Sie bei der Beantwortung der schwierigen Frage, ob eine Strafanzeige erstattet werden soll. Dabei mache ich Ihnen den Gang des Strafverfahrens transparent und kläre mit Ihnen bereits im Voraus die Beweislage. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Belastung bespreche ich mit Ihnen neben den strafrechtlichen auch die zivilrechtlichen Aspekte, um eine Gesamtsicht zu erarbeiten. Sie bestimmen den Rhythmus und treffen den Entscheid zur Anzeigeerstattung in dem Ihnen richtig erscheinenden Zeitpunkt.

Bei Stalking berate ich Sie gestützt auf meine langjährige polizeiliche Erfahrung. Nach einer Analyse Ihrer Situation mit modernen Risk Assessment Instrumenten erarbeite ich mit Ihnen die notwendigen Gegenmassnahmen und begleite Sie.

Wird ein Straf- oder Zivilverfahren eröffnet, so begleite ich Sie weiter, wobei die Führung des Prozesses vor Strafverfolgungsbehörden und Gerichten von meinen Kolleginnen in unserer Kanzlei übernommen wird.

In komplexen Fällen arbeite ich eng mit Therapeutinnen und Therapeuten zusammen. Gestützt auf mein Netzwerk kann ich Ihnen bei Bedarf entsprechende Kontakte vermitteln.

Ich berate Therapeutinnen und Therapeuten in besonderen Fällen mit schwierigen juristischen Fragestellungen.

 

Bevorzugte Tätigkeitsgebiete

Strafrecht:

  • Straftaten gegen die physische, psychische und sexuelle Integrität im Allgemeinen
  • Häusliche Gewalt
  • Menschenhandel

Gewaltschutzgesetz (Massnahmen bei häuslicher Gewalt und Stalking)

Ausländerrecht (aufenthaltsrechtliche Fragen bei ausländischen Opfern häuslicher Gewalt und Menschenhandel)

Beratung in Bedrohungslagen (Risk Assessment)

Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch

 

Ausbildung

Ausbildung

Sommer 1991    Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich

1986                     Hochschulabsolventen-Weiterbildung in der Schweizerischen Kreditanstalt – heute Credit Suisse (CS). Weiterarbeit an der Disseration.

1985                     Lizenziat in Jurisprudenz an der Universität Zürich. Dissertation.

 

Weiterbildung

Berufsbegleitende Weiterbildungen im Zusammenhang mit Risk-Assessment unter der Leitung von Prof. Dr. med. Frank Urbaniok, Prof. Dr. Jérôme Endrass, Dr. Stephen White, Dr. Reid Meloy, Dr. Jens Hoffmann.

Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Trauma von Opfern unter der Leitung von Dr. med. Jan Gysi.

Absolvierung der polizeilichen Führungsseminare

 

Berufliche Tätigkeit

Seit 2018             Geschädigten- und Opferberatung, namentlich bei sexualisierter Gewalt und Stalking. Beratung und juristische Supervision für Therapeutinnen und Therapeuten bei strafrechtlichen Problemstellungen.

2015 – 2017        Arbeit am Handbuch sexualisierte Gewalt, Hogrefe Verlag, zusammen mit Dr. med. Jan Gysi; Mithilfe beim Aufbau der Schweizerischen Meldestelle Menschenhandel ACT212; Weiterbildung im Zivilrecht

2000 – 2015       Leitung des Kommissariats Ermittlungen bei der Stadtpolizei Zürich. Zuständigkeit zur Verfolgung aller Straftaten gegen die körperliche, sexuelle und psychische Integrität von Erwachsenen wie auch von Kindern.

Aufbau von folgenden neuen Dienstleistungen:

  • Fachdienst Opferschutz
  • Spezialdienst zur Bekämpfung des Menschenhandels
  • Spezialdienst zur forensischen Datensicherung
  • Spezialdienst für ein Bedrohungsmanagement.

1993 – 2000        Bezirksanwalt (heute Staatsanwalt) in der Abteilung C der Bezirksanwaltschaft Zürich, hauptsächlich zuständig für Betäubungsmittel- und Sexualdelikte.

1992 – 1993       Substitut (heute Assistenzstaatsanwalt) bei der Bezirksanwaltschaft Zürich

1990 – 1992       Praktikum und anschliessend Gerichtssekretär am Bezirksgericht Zürich

1985 – 1990       Hochschulabsolventen-Weiterbildung bei der Credit Suisse im Bereich Kredit und Anlageberatung im Teilzeitverhältnis, Arbeit an der Dissertation.

1980 -1985         Studium an der Universität Zürich

 

Mitgliedschaften

Vorstandsmitglied im Institut für Opferberatung und Tätertherapie

Mitglied des Vereins ACT212 – Beratungs- & Schulungszentrum Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung

Mitglied der Schweizerischen Kriminalistischen Gesellschaft (SKG)

Publikationen

Interventionsmöglichkeiten bei Stalking von Therapeutinnen und Therapeuten, Swiss Archives of Neurology, Psychiatry and Psychotherapy, SANP 2018, S. 242 ff.
Peter Rüegger und Bernd Borchard

«Opfer» im juristischen Sinn, Kurzbeitrag im FIZ Magazin 02/2018, Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration
Peter Rüegger

Handbuch sexualisierte Gewalt – Therapie, Prävention und Strafverfolgung, 2018 Hogrefe Verlag Bern, ISBN 978-3-456-85658-2
Jan Gysi und Peter Rüegger (Herausgeber)

Art. 206 – 209, Art. 211 und Art. 307 StPO, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, Helbing Lichtenhahn Verlag, ISBN 978-3-7190-3395-8
Peter Rüegger

Art. 210 StPO, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, Helbing Lichtenhahn Verlag
Peter Rüegger und Benedikt Scherer

Vertrauen, Kurzbeitrag im CASTAGNA Themenheft 2015
Peter Rüegger

Zur Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft, forumpoenale 6/2010
Gianfranco Albertini und Peter Rüegger

Entwicklungen im Sexgewerbe der Stadt Zürich und mögliche Massnahmen für eine quartierverträgliche Ausgestaltung, Schriftenreihe der KSPD, Band 5, 2007, ISBN 978-3-7255-5604-5
Peter Rüegger

Das geltende Sexualstrafrecht, eine kritische Standortbestimmung, Kriminalistik, 6/2007
Peter Rüegger

Chatrooms: Ein Tummelplatz für pädosexuelle Straftäter, Kriminalistik, 6/2006
Peter Rüegger und Rolf Nägeli

Vorträge

 2019:

Peter Rüegger, 8. Februar 2019: «Die «Loverboy-Masche» Identifikationsmerkmale der Opfer und Täter Loverboy», Kurs 15, ACT212

Peter Rüegger und Alexander Ott, 8. Mai 2019: «Opfer von Häuslicher Gewalt: Ausländerrechtliche Fragestellungen sowie Neuerungen im Zivil- und Strafrecht», Weiterbildung organisiert durch die Region 2 der kantonalen Opferhilfestellen

Peter Rüegger: 3. Juli 2019: «Sexualisierte Gewalt und Stalking bei jungen Leuten – Was tun?», Schweizer Fachtagung zu Erscheinungsformen von Jugendgewalt – Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten, schweizer zentrum für gewaltfragen (sifg)

Peter Rüegger und Rolf Blenke, 29. August 2019: «Die Arbeit der Strafverfolgungsbehörde unter Berücksichtigung der häuslichen Gewalt», Fachkurs Opferhilfe 2018, Berner Fachhochschule

 

2018:

Peter Rüegger und Jan Gysi, 10. und 24. März 2018: «Seminar Therapie zu äusserer Gewalt – Zusammenarbeit mit Akteuren ausserhalb der Therapie», Institut für Körperzentrierte Psychotherapie (IKP)

Peter Rüegger, 30. Mai 2018: «Stalking von Therapeutinnen und Therapeuten», Internationales Symposium forensische Psychologie und Psychiatrie (ISFPP)

Peter Rüegger und Rolf Blenke, 30. August 2018: «Die Arbeit der Strafverfolgungsbehörde unter Berücksichtigung der häuslichen Gewalt», Fachkurs Opferhilfe 2018, Berner Fachhochschule

Peter Rüegger, 21. September 2018: «Die Rechte des Opfers und die Klippen des Verfahrens», Konferenz Loverboy, ACT212

Peter Rüegger: 29. November 2018: «Herausforderungen an die Strafverfolgung in Fällen von ritueller Gewalt», Impulstagung, INPS Netzwerkgruppe Gegen Rituelle Gewalt, Dr. med. Matthias Kollmann, Elaine Melliger, Bea Schmassmann, Marcel Wiesli

 

  • Weitere Fachreferate in den Vorjahren im Zusammenhang mit Gewalt und Menschenhandel